amBoss

Es war fast als ob sich die Eingangstür danach sehnte sich wieder zu bewegen. Nachdem sie für ein knappes halbes Jahr kaum genutzt wurde darf sie seit der ersten Woche nach den Sommerferien wieder dafür sorgen, dass Menschen von draußen in die Alte Schmiede kommen können.
Es ist jeden Freitag beim amBoss etwas Besonderes, wenn man durch den kleinen Vorraum geht. Man biegt um die Ecke und sieht die Lichter der Theke. Dann erkennt man jedes Mal den Charme des Gebäudes mit dem massiven Amboss neben der Eingangstür. Man sieht im Raum hinauf, um auf der stählernen zweiten Etage in die lachenden Gesichter zu sehen und zu hören wie die Woche der einzelnen Besucher gelaufen ist. Aber man setzt sich genauso gerne an einen der Tische im Erdgeschoss um mit Freunden etwas zu spielen oder einfach mit anderen Besuchern zu reden. Bis gegen 21 Uhr alle auf einmal verstummen. Unter der Leinwand neben dem ausgeleuchteten Holzkreuz sitzt jemand. Wer das ist wechselt wöchentlich. Er oder sie erzählt davon was der Glaube an Gott und Jesus konkret für ihn bzw. sie bedeutet und spricht am Ende ein Gebet in die andächtige Stille. Danach dreht sich für die meisten die volle Aufmerksamkeit wieder um den eigenen Tisch, die Themen die vor der Andacht besprochen wurden oder um den Inhalt der Andacht selbst. In jedem Fall wird viel geredet, bis der Abend sich dem Ende zu neigt und die Türe wieder ihren Dienst antreten darf. Und man freut sich auf dem Heimweg schon ein bisschen auf den nächsten amBoss.

Auf Grund der aktuellen Situation müssen auch im amBoss einige Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigt werden. Alle Infos zu Corona-Sicherheitsmaßnahmen und die Anmeldung zum amBoss findet ihr hier.