Vereinigter CVJM Nümbrecht e.V.

Karfreitag -> Ostern

Heute ist Karfreitag. Ein Freitag, an dem wir alle frei haben – ein Feiertag?

Aber was feiern wir heute überhaupt?

An was denkst Du, wenn alle aufgrund eines Feiertages frei haben? Für mich bedeutet Feiertag auch immer Zeit mit der Familie. An Weihnachten feiern wir gemütlich in unserem Wohnzimmer mit unseren Eltern, Geschwistern und Großeltern die Geburt von Jesus. An Weihnachten besinnen sich viele auf das hier und jetzt, die Kirchen sind voll und die Familie ist beisammen.

Und dann kommt im März / April Ostern.

An Ostern war irgendetwas mit Jesus – und vorher kommt noch Karfreitag. Das war auch vor ca. 2.000 Jahren so. Jesus wurde auf Golgatha (einem Hügel vor Jerusalem) ans Kreuz genagelt und hat die Schuld der Welt auf sich genommen. Auch Deine und meine Schuld. Das wurde im alten Testament schon einige Jahrhunderte zuvor vorhergesagt.

Aber warum feiern wir den Tod und machen einen Feiertag daraus?

Karfreitag ist eigentlich (k)ein Grund zu feiern. Wir Christen wissen, dass Jesus für unsere Schuld am Kreuz gestorben ist, obwohl er unschuldig ist. Das haben damals auch Herodes und Pilatus erkannt und sahen in Jesus keinen Straftäter der gekreuzigt werden sollte. Und doch war Jesus der Sündenbock für viele und so nahm das Leid seinen Lauf.

Keiner von uns ist ohne Schuld – nur Jesus war es. Wir hingegen lügen, urteilen über andere, klauen, missachten Regeln, lästern – werden so zu Sündern. Die Liste der Verfehlungen ist unendlich. Von dir, von mir, von unseren Pfarrern und Mitarbeitern. Und doch glauben wir daran, dass Jesus den Unterschied macht.

Aber weil es Karfreitag gibt, können wir einem gnädigen und barmherzigen Gott begegnen. Allein durch das Kreuz. Jesus nimmt all unsere Schuld auf sich, wenn wir ihn in unser Herz lassen und ihm unser Leben übergeben.

Es war der schwerste Gang für Jesus und auch für seine Jünger. Wie geht es jetzt weiter? Die Jünger waren mit Sicherheit bedrückt und konnten anfangs kein Licht am Ende des Tunnels sehen.

Was kommt nach Karfreitag? Was kommt nach dem Tod? Ist er das Ende?

Nein, unsere Osterreise geht weiter.

Drei Tage nachdem der Leichnam von Jesus in das Grab gelegt wurde, wollten Maria und Maria von Magdala den Leichnam salben. Das war damals Tradition, sie gingen zum Grab, doch das Grab war leer.

Kein Leichnam – nur noch die Leinentücher, mit denen der Leichnam eingewickelt war. Die beiden Frauen waren sehr erschrocken, aber ein Engel sprach zu ihnen:

„Jesus ist von den Toten auferstanden.“

Und er begegnete seinen Jüngern. Die Jünger konnten in dem Moment wahrscheinlich ihren Augen nicht trauen – aber die Narben an den Händen und den Füßen waren eindeutig.

Jesus lebt! Das feiern wir an Ostern. Wir feiern den Tod und die Auferstehung von Jesus. Beides gehört zusammen. Ohne den Tod an Karfreitag gibt es keine Auferstehung an Ostern.

Der Glaube an die Auferstehung der Toten ist das Fundament unseres christlichen Glaubens. „Gott hat Jesus von den Toten auferweckt (1. Tessalonicher 1,10)“

Jesus lebt und wir werden auch leben – Das ist unsere Gewissheit. Egal was uns hier auf der Erde auch beschäftigt. Mobbing, Unterdrückung, Ungerechtigkeit, Krieg, Verfolgung – das alles ist schlimm, aber wir Christen wissen, dass wir nach unserem Leben hier im schönen Oberberg noch etwas viel schöneres erleben dürfen. Darauf können wir uns verlassen!

Bist Du dabei? Dann übergib dein Leben Jesus.

Danke ihm für das, was er für Dich getan hat und bitte ihn um Vergebung, dann wirst auch Du ein Leben im Himmelreich Gottes haben.

Lasst uns uns in diesen Ostertagen darauf besinnen und Jesu Auferstehung feiern. Vielleicht hört Ihr ja morgens den ein oder anderen Trompetenklang mit dem ersten Lied zum Osterfest…

„Auferstanden, auferstanden ist der Herr“