Natascha Jung – Rundbrief Mai

Grüzzi miteinand!

Wie schnell die Zeit doch vergeht. Jetzt liegen nur noch acht Wochen vor mir und ich glaube es wird mir wirklich schwerfallen wieder zu gehen. Die Zeit ist einfach so wertvoll und ich habe das Gefühl hier fürs Leben zu lernen. Klingt vielleicht komisch von einer 22-Jährigen, aber ich gebe nur weiter, was ich in mir fühle und was ich bei mir beobachte.
Aber Genaueres dazu kommt in meinem letzten Brief…da müsst Ihr Euch noch etwas gedulden. Ich mein es wäre doch langweilig, wenn ihr jetzt schon mein Fazit aus der Zeit hier wüsstet, oder? 😉

Ich danke Euch sehr für eure Gebete. Gebet ist wunderbar – erst recht, wenn wir merken dürfen, dass sie erhört werden und wir manchmal sogar noch mehr bekommen, als wir gedacht hätten.
Eine Gebetserhörung war auf jeden Fall die Osterfreizeit. Wahnsinn, wie intensiv so 5 Tage sein können und wie sehr sie einen zusammenschweißen können. Dadurch, dass ich gleich doppelt Besuch hatte (einmal von meinem Matthi und einmal von den lieben Lohrs), war ich natürlich nochmal glücklicher. Und es war wirklich eine gute Zeit mit ihnen. Aber auch insgesamt:
Die Vorträge von Markus Wäsch waren total ansprechend und jeden Tag konnte man einen neuen Gedanken mitnehmen. An jedem der Tage war eine andere Person Hauptrolle in seiner Predigt. Aber auch das Lobpreisteam war so packend, dass man die Lieder noch den ganzen Tag im Ohr hatte. Jeden Tag gab es ein Anspiel, in dem auch ich mitgewirkt habe und eine schwangere Frau gespielt habe – und auch das hat richtig gut geklappt und wir konnten die Leute erreichen und auch zum Lachen bringen. Wir haben es so gut gemacht, dass manche Gäste wirklich dachten, ich sei schwanger. Eine Frau sprach mich auf unser Anspiel an und war ganz irritiert, als sie sah, dass ich doch gar keinen Bauch habe 😀 Die Nachmittage waren gefüllt mit spannenden Ausflügen und auch die Kinder waren gut untergebracht.
Ich habe noch gar nicht alles erzählt, aber Ihr seht: Es war eine gelungene Freizeit! Danke, dass Ihr im Gebet dazu beigetragen habt. Und falls Ihr noch nicht wisst, was ihr nächstes Ostern machen wollt, meldet euch doch hier zur Freizeit an! Ich bin mir sicher, es würde Keiner bereuen. #Werbung 😀
Wenn Ihr hier klickt, kommt Ihr übrigens zu einem Video, das einen guten Einblick in die Ostertage gibt.

Ja…was kam dann? Am Wochenende nach Ostern sind wir in die FEG nach Emmen gefahren und haben bei der Gemeinde die Jugendstunde und den Gottesdienst mitgestaltet. Am Samstagabend durfte ich zusammen mit einer Freundin die Andacht machen. Es war cool zu sehen, wie gespannt die Jugendlichen zugehört haben und wie offen sie uns generell gegenübergetreten sind.
Sonntag nach dem Gottesdienst haben wir noch eine Fotorallye mit den Teenies gemacht.
Die zwei Tage dort haben mir noch einmal bestätigt, dass ich echt ein Herz für die Teeniearbeit habe.

Sonntagabend warteten dann auch schon Vanessa und Marissa auf mich. Sie sind bis Freitag geblieben und auch wir konnten viele Ausflüge nachmittags machen oder haben mit meinen Freunden hier etwas unternommen. Morgens waren die beiden oft auch mit im Unterricht und konnten da mal reinschnuppern, was ich so lernen darf. Glücklicherweise ist meine Arbeit hier flexibel im spontan verschieben und ich musste erst wieder am Wochenende arbeiten. So hatten wir echt `ne schöne Zeit zusammen und konnten die Tage genießen.

Wir haben jetzt ein neues Fach: „Familien- und Sexualethik“. Finde ich bisher sehr interessant und ich bin gespannt was noch so kommt. Aber der Dozent macht das echt gut und ich finde das Thema auch sehr wichtig.

Momentan habe ich echt wieder viel zu tun. Ich muss noch ein Referat und eine Ausarbeitung machen, ein Buch lesen usw. Ich hoffe, dass ich das alles schaffe. Ihr dürft gerne dafür beten!
Am Wochenende fahren wir auch auf unseren nächsten Einsatz nach Breitscheid. Wuhuuu Deutschland!!! Da wird es dann ganz praktisch. Wir dürfen beim Pflastern, Stallbauen, Streichen und noch mehr helfen. Aber auch dort mit den Jugendlichen einen Jugendgottesdienst gestalten und einen Tag fahren wir sogar in ein Gefängnis und reden dort von Gott. Ich bin schon etwas aufgeregt – aber ich bin mir sicher, dass die Zeit wird gut werden wird.

So, ein paar Gebetsanliegen stechen oben ja schon heraus. Aber es gibt noch mehr:

  • Ignazio, der Mann aus der italienischen Gemeinde, ist immer noch nicht außer Lebensgefahr und ihm wurden jetzt die Unterschenkel und die Hände abgenommen, weil sie als Folge der Sepsis abgestorben sind. Das ist so schrecklich und man kann einfach für Genesung aber auch um Kraft und Geduld in dieser schweren Zeit beten
  • für meine bleibenden 8 Wochen, dass sie gesegnet sind, die Freundschaften sich weiter vertiefen und Gott mich noch weiter verändert
  • es ist mir auch ein Anliegen für unsere Kinderwoche in Nümbrecht zu beten 🙂

Ach und wenn ihr schonmal am Beten seid, dann könnt ihr ja vielleicht auch noch erwähnen, dass es mit dem Schnee jetzt endlich reicht. Ich hatte mich schon so über die grünen Bäume gefreut und dann kommt doch immer wieder für ein paar Tage Schnee! 😀
Naja, so lebt es sich halt auf 1200m Höhe…muss ja auch mal einen Nachteil geben 😀

Ich grüße Euch alle ganz lieb und denke an Euch.

Eure Natascha aus den Schweizer Bergen 🙂

,,Denn siehe, der die Berge bildet und den Wind schafft und den Menschen wissen lässt, was seine Gedanken sind, der das Morgenrot und das Dunkel macht und einherschreitet über die Höhen der Erde-Herr, Gott der Heerscharen ist sein Name.”

Amos 4,13