Rundbrief Kenia – Vanessa Hein (1)

Karibu ihr Lieben,

herzlich Willkommen zu meinem ersten Rundbrief!

Der ein oder andere hat sich vielleicht schon gefragt, wie ich es hier angetroffen habe und wie es mir geht.

Darum hier meine ersten Eindrücke und Erfahrungen.

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

 

Die ersten Tage

Am Mittwoch, den 7. August war es soweit und es hieß für mich „Auf Wiedersehen Deutschland“ und „Karibu Kenya“.

Nach einem tränenreichen Abschied am Frankfurter Flughafen, einem entspannten 8-stündigen Flug nach Nairobi und einer nicht all zu langen Autofahrt, kam ich spät abends endlich auf der DIGUNA Missionsstation Mbagathi an.

Hier wurde ich bereits von Salomé und Joyce freudig erwartet, sodass mir das Ankommen nicht schwer fiel.

Salomé ist genauso wie ich eine Kurzzeitlerin, die ich bereits aus unserer Einführungswoche kenne, und Joyce ist meine liebe und aufgeweckte kenianische Zimmermitbewohnerin.

Die darauffolgenden Tage waren dann gefüllt mit vielen neuen Eindrücken.

Ich lernte meine BigSister Julity kennen und sah auch endlich die liebe Familie Halfmann mit Natalie, Matthias und Frieda wieder!

Es war so schön vertraute Gesichter zu sehen und ich freue mich sehr, dass ich zusammen mit Salomé in ihrer BigFamily sein darf!

Für die Einsatzzeit hier in DIGUNA bekommt man nämlich eine BigSister / einen BigBrother und eine BigFamily an die Seite gestellt, die einem das Einleben hier erleichtern und ein Anlaufpunkt für Fragen / Probleme etc. sind.

Meine BigSister Julity und ich bei meinem ersten kenianischen Gottesdienst

Was einem in den ersten Tagen sofort ins Auge springt, wenn man die Station verlässt, ist der Straßenverkehr!

Es geht hier zu wie auf einem Ameisenhaufen. Es fährt hier gefühlt jeder so, wie er will und zu den normalen Autos kommen dann noch die ganzen Matatus (kleine Busse), Tuk Tuks (sieht aus wie ein großes Dreirad mit Dach) und PikiPikis (Motorräder). Dies sind die öffentlichen Verkehrsmittel hier in Kenia und es ist schon ein kleines Abenteuer damit unterwegs zu sein.
Es ruckelt wie verrückt und es wird mitgenommen was geht, wodurch es teilweise etwas eng ist.
Aber lustig ist es dennoch 😀

Matatu

Station und Arbeitsbereiche

Die DIGUNA Station hier in Mbagathi liegt ca. 20 km von der Hauptstadt Nairobi entfernt und direkt am Nationalpark.

Hier leben Alleinstehende und Familien als Team zusammen und jeder arbeitet auf der Station in einem Bereich mit. So gibt es beispielsweise die Werkstatt, das Büro, die Küche, die Gästeabteilung und die Lernhelfer.

Letzteres wird meine Aufgabe sein, womit ich allerdings erst im September starten werde.

Zusammen mit Sarah El-Amrani (eine Langzeitlerin) werde ich die beiden Jungs Joel (11) und
Levi (9) mit Material der deutschen Fernschule unterrichten.

Ich bin schon ganz gespannt wie es werden wird, wenn ich plötzlich in der „Lehrerinnen“ und nicht mehr in der Schülerinnen-Position bin.

Es wird mit Sicherheit lustig, spannend und herausfordernd.

Retreat

Vom 14.08. – 17.08. war bei uns Retreat angesagt, was bedeutet dass das ganze Team für die Tage zusammen kommt um Gemeinschaft miteinander zu haben.

Wir hatten z.B. einen Worship-Abend, einen Vormittag zum Thema „Freude“, den ein befreundeter Missionar leitete, lustige Teamspiele, einen Filmabend unter freiem Himmel mit köstlichem Obstsalat, Eis und Kuchen, eine anstrengende, staubige, aber auch super tolle Wanderung auf den Vulkan Mount Longonot, von wo man eine tolle Aussicht hatte, Kinobesuch und super Essen!

Es war wirklich eine sehr schöne und gesegnete Zeit, in der man einander nochmal mehr kennenlernen konnte.

Mein Geburtstag

Das Tolle war, dass mein Geburtstag genau auf den letzten Retreattag fiel und ich dadurch ein richtig tolles Geburtstagsfrühstück hatte. Mit ganz viel Liebe wurde mir von Halfmanns, Salomé und Graciela (auch eine Kurzzeitlerin) mein Geburtstagstisch hergerichtet, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Sogar einen Geburtstagskuchen habe ich von Natalie gebacken bekommen, den ich mir dann mit den anderen am Abend hab schmecken lassen.
Allerdings musste ich vorher eine DIGUNA Tradition über mich ergehen lassen. Denn hier ist es nicht der „Birthday“ (Geburtstag) sondern der „Bathday“ (Badetag), was bedeutet dass man plötzlich von irgendwelchen Leuten klitsche klatsche nass gemacht wird. Da half mein Wehren und Gekreische leider gar nichts 😀

Am Ende war ich durch und durch nass, aber es war ein sehr lustiges Erlebnis.

Ich hoffe ihr habt nun einen kleinen Eindruck meiner ersten zwei Wochen bekommen können und ich bin Gott sehr dankbar dafür, dass ich es hier so gut angetroffen habe!

 

GEBET

Zum Abschluss noch einige Gebetsanliegen, für die ihr gerne beten dürft:

Dankbar bin ich …

  • für die ganzen Spenden die bereits eingegangen sind, sodass meine ganzen Einsatzkosten gedeckt sind!!!
  • für die gute Anreise und das nette Team
  • meinen schönen Geburtstag
  • die Unterstützung durch Gebet und durch Ermutigungen

 

Bitten dürft ihr dafür …

  • dass ich mich hier gut einlebe
  • dass mein Englisch sich verbessert
  • für unseren zweiwöchigen Einsatz nach Pokot, der am 27.08. startet und einige Herausforderungen mit sich bringen wird (kein fließend Wasser, Hitze, kein Handyempfang, leben unter freiem Himmel, lange Reise mit dem LKW, …)

Ganz liebe Grüße
eure Vanessa