Tür 16 – eine frostige Weihnachtsimpression

Es wintert und weihnachtet…. und Weihnachten kommt immer so plötzlich

Früher als Kind konnte ich es kaum erwarten, dass endlich der erste Schnee fiel und man raus gehen konnte in die bittere Kälte – stundenlanges Schlittenfahren und Schneemänner bauen.

Am besten mit den Nachbarskindern. Und dann kamen wir vollkommen durchfroren und durchnässt wieder in die warme Stube und zum Aufwärmen gab es erstmal einen richtig heißen Kakao – aber schön mit Milch.

Im Idealfall konnten wir direkt nach der Schule raus und kamen erst im Dunkeln wieder rein.

Und irgendwann wünschten einem die Lehrer frohe Weihnachten und wir hatten Ferien.  Und in den Ferien wurde dann fleißig gebacken – bei Eltern und Großeltern (Omas Plätzchen waren immer besonders lecker).

Der Weihnachtsbaum wurde ausgesucht und die Lichterketten an die Fenster gehangen. Es war immer besonders spannend abends durch die Straßen zu fahren – denn in der Adventszeit sind viele Häuser schön beleuchtet. Wenn die Häuser und Wiesen dann noch schön eingeschneit sind, dann sieht das so als wäre seid hunderten Jahren keiner mehr durch diese Straßen gegangen.

Im Kindergottesdienst haben wir wochenlang die Weihnachtsgeschichte geprobt – die Texte wurden auswendig gelernt und dann kam der große Tag. Alle Verwandte kamen um einen zu sehen – und am Ende gab es für jedes Kind ein Geschenk.

Als Kinder haben wir oft Gutscheine verschenkt  ” 1 x Spülmaschine ausräumen” – einfach und genial – im besten Fall wurde das Einlösen der Gutscheine von den Eltern vergessen und man musste dann doch nicht die Spülmaschine ausräumen. Es heißt ja, dass manch einer solche Gutscheine noch beim Auszug findet – guckt beim Auszug also mal in eure Schubladen 🙂

An Heiligabend sind wir dann als Familie immer in die Kirche gegangen  – das gehört für mich zu Weihnachten wie Schuhe an die Füße.

Jedenfalls war das für uns Kinder nicht immer so spannend  – voll Vorfreude wollten wir viel lieber die ganzen Geschenke schon auspacken, die manchmal schon unter dem Weihnachtsbaum lagen. In der Regel mussten wir aber in unsere Zimmer gehen und warten bis die Glocke läutete -dann rannten wir die Treppe herunter und unter dem Baum waren Geschenke.

So war das Weihnachten bei uns zuhause.

Als Kind freut man sich vor allem auf die Geschenke und schreibt Wochen vorher bereits einen langen Wunschzettel, der an den Weihnachtsmann geschickt wird.

Eigentlich schade, dass man als Kind die Botschaft hinter Weihnachten noch nicht verstehen kann. Weihnachten bedeutet nämlich nicht nur Geschenke, Essen und Familie. NEIN – denn an Weihnachten ist Jesus geboren. Jesus der König und Retter der Welt ist in einer kleinen Krippe zur Welt gekommen.

 

In Lukas 2, 10 – 11 (ein Teil der Weihnachtsgeschichte) heißt es :” Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllen wird:

Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der versprochene Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr”

 

Ich wünsche euch in diesem Sinne noch eine besinnliche und gesegnete Adventszeit.

Lasst euch nicht zu sehr stressen und genießt die Zeit mit euren Lieben.

Geht in die Gottesdienste und lasst euch von der Liebe Gottes anstecken.

Werdet ein Segen für eure Mitmenschen und bringt Gottes Botschaft in die alle Enden der Welt.

Gott segne euch.