Was macht eigentlich…Vanessa Hein?

Es ist noch mal Zeit für ein Interview! Und da wir letztes Mal bei der Familie Hein stehen geblieben sind – um genau zu sein bei unserem Küster Jürgen Hein – machen wir doch einfach mal bei Familie Hein weiter: Heute ist nämlich ein Interview mit Vanessa dran. Und natürlich gibt es auch heute wieder viele spannende Fragen und noch spannendere Antworten. Aber lies doch einfach selbst! 🙂

1. Hallo Vanessa – auch wenn Dein Papa Jürgen es schon im letzten Interview erzählt hat: Wo kommst Du denn her und wer gehört so zu Deiner Familie?

Hallo! 🙂 Also aufgewachsen bin ich in Huppichteroth (Nümbrecht) und zu meiner Familie gehören mein Papa Jürgen, meine Mama Ute, meine beiden Geschwister Christopher und Karolina sowie Timmi, der Familienhund. Außerdem noch mein Verlobter Dennis.

 

2. Mittlerweile hat es Dich aber ja ein Stück weit woanders hin verschlagen: Wo bist Du denn im Moment Zuhause und wie kommt es, dass Du dort gelandet bist?

Zurzeit lebe ich in Haiger, einer kleinen Stadt in Hessen, an der Grenze zu Rheinland-Pfalz und NRW. Hier arbeite ich seit Sommer 2020 in der Verwaltung des Missionswerks DIGUNA (DIE GUTE NACHRICHT FÜR AFRIKA).

Vanessas Familie
Vanessa mit ihrem Verlobten Dennis

3. Wie genau bist Du zu Diguna gekommen? Man munkelt, es hätte nicht mit einem klassischen Bürojob angefangen…

Da munkelt man ganz richtig. 😉 Ich war vorher mit DIGUNA für 8 Monate in Kenia und habe dort eine deutsche Missionarsfamilie als Lernhelferin unterstützt. Aber mein Plan war es eigentlich nicht, danach weiter in der Mission zu arbeiten. Ich dachte, ich mache meinen Einsatz und komm dann wieder zurück, in das schöne beschauliche Nümbrecht. Aber Gottes Wege sind oft anderes als unsere.

 

4. Und was genau gehört jetzt zu Deinen Aufgaben?

In Haiger kümmern wir uns hauptsächlich darum, dass die Arbeit vor Ort in Afrika laufen kann. Meine Aufgaben sind dabei, dass ich die Missionsleitung unterstütze, verschiedene Verträge für Mitarbeiter fertig mache, Arzttermine vereinbare, unseren Instagram- und Facebook-Account pflege, bei Veranstaltungen und Schulungen mitarbeite (z.B. DIGUNA Infoseminare und Einführungswochen für neue Mitarbeiter), Vorträge über DIGUNA bei Bibelschulen halte (letztens hatten wir z.B. in der Klostermühle 🙂 ), usw.

Vanessa bei der Mitarbeit bei einem Camp
Vanessa im Büro in Haiger

5. Diguna ist ja kein klassischer Arbeitgeber in dem Sinne, dass es ein Unternehmen ist und Gewinn erzielen will. Aber trotzdem gibt es ja Mitarbeiter wie Dich – wie läuft das denn dann mit der Bezahlung? Seid Ihr auf Spenden angewiesen?

Das ist richtig. Wie andere Missionswerke auch, ist DIGUNA auf Spenden angewiesen. Als Mitarbeiter bekommen wir den gesetzlichen Mindestlohn, der durch einen persönlichen Spenderkreis des Mitarbeiters finanziert wird.

 

6. Gab es schon ein paar besondere Erlebnisse in Deiner Zeit bei Diguna, von denen Du uns ein bisschen was erzählen willst?

Besonders finde ich immer die Einführungswochen für die neuen Kurzzeitler: Man lernt neue Leute kennen, kann sich austauschen und für die Kurzzeitler ist es fast wie eine Minifreizeit.

Was mich außerdem bewegt, sind die Evangelisationseinsätze, die wir, mit Unterstützung von DIGUNA, im Bahnhofsviertel von Frankfurt unter den Obdachlosen und Drogenabhängigen machen. Es ist sehr herausfordernd, aber es macht mir Freude, den Menschen dort Gutes zu tun und es ist schön zu erleben, wie Gott in uns und in ihnen immer wieder wirkt.

Stockbrot bei einer Einführungswoche
Ein Bild vom Einsatz in Frankfurt

7. Wir Nümbrechter haben ja das Glück, dass Du uns doch immer wieder mal besuchen kommst. Besteht theoretisch auch die Möglichkeit, dass Du irgendwann wieder auf Dauer hier bist, oder kannst Du Dir das so gar nicht vorstellen?

Also vorstellen kann ich mir es schon, ich bin ja gerne in Nümbrecht. 🙂 Aber mal sehen, wo Gott uns so hinführt…

 

8. Jetzt, wo Du auch schon viele andere Gemeinden kennen gelernt hast: Schätzt Du an der Gemeinde Nümbrecht etwas ganz besonders oder siehst Du vielleicht auch irgendwo ein paar Punkte, an denen man arbeiten könnte?

Was ich an Nümbrecht schätze ist der Rückhalt, die Unterstützung und die Einsatzbereitschaft, die auch ich erfahren darf. Das ist wirklich sehr schön und ermutigend! Auch denke ich gerne an die Jungscharwochenenden, den KiGo, den Teeniekreis und die Helferschulungen zurück. 🙂

Mit Sicherheit gibt es Punkte, an denen man arbeiten kann. Es gibt ja keine perfekte Gemeinde. Ich denke es ist wichtig, dass die Bibel als wahres und vollkommenes Wort Gottes die Autorität behält und die Leitschnur für das persönliche Leben, die Mitarbeit in der Gemeinde und der Verkündigung von Jesus Christus ist. Außerdem noch ein „praktischer“ Punkt: Ich finde es ist wertvoll, wenn junge Leute vom Konsumieren der Andachten im Teeniekreis etc. mehr und mehr zum gemeinsamen und selbstständigen Erforschen und Studieren der Bibel angeleitet werden. Klingt vielleicht etwas trocken, aber ich merke gerade selbst, dass es doch echt spannend sein kann. Erst recht, wenn man es zusammen macht. 😉

Einer der Gründe, warum Vanessa gerne nach Nümbrecht kommt: Sehr gute Freundinnen seit dem Teeniekreis
Gemeinde Nümbrecht – ein Symbolbild 😉

9. Hast Du einen Bibelvers oder eine Geschichte aus der Bibel, die Dir besonders ans Herz gewachsen ist?

Ja! Gerade in meiner Kenia-Zeit ist mir 2. Korinther 12,9 ans Herz gewachsen. Da heißt es: „Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne.“

 

10. Wie kann man bei Dir auf dem aktuellen Stand bleiben? Hast Du zufällig so eine Art Rundbrief und falls ja, kann man sich dafür anmelden?

Am besten durch meinen Rundbrief. Da gibt es immer wieder einen Einblick in mein Leben und die DIGUNA Arbeit. Einfach eine E-Mail schreiben an heinvanessa96(at)gmail.com. Ich freue mich, euch mit reinnehmen zu dürfen.

Ein Bild aus der Zeit in Kenia
Etwas, was Vanessa an Gottes Schöpfung sehr schätzt: Sonnenuntergänge 🙂

Das war es auch schon mit dem Interview – vielen Dank, liebe Vanessa, für die spannenden Einblicke! 🙂

Und gerne kann man sich nicht nur für den Rundbrief von Vanessa anmelden, sondern sie auch finanziell unterstützen!

Wie das geht? Ganz einfach: Unter diesem Link kannst Du “Mitarbeiter unterstützen” auswählen und dann anschließend “Vanessa Hein” eingeben – und schon kommt Deine Unterstützung ganz gezielt an. Wenn Du magst, dann sogar regelmäßig. 😉

Vielen Dank schon vorab an alle Unterstützer!